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Praxisbeispiel
Aufsuchende Pflegeberatung im Demenz-Servicezentrum Region Dortmund

In Dortmund arbeiten städtische Einrichtungen, Kliniken und Träger der Altenhilfe eng zusammen, um die häusliche Situation von Demenzkranken und ihren pflegenden Angehörigen zu verbessern. „Wir haben ein Netzwerk aus Spezialisten und Ehrenamtlern mit ganz vielen Verknüpfungen“, erklärt Uwe Johansson, Chefarzt der Abteilung Gerontopsychiatrie der LWL-Klinik Dortmund. Die Abteilung, die Demenzkranke ambulant und stationär behandelt, hat gemeinsam mit der Stadt das Demenz-Servicezentrum Region Dortmund gegründet.

Bei den Angeboten für Menschen mit Demenz und ihre pflegenden Angehörigen spielt die aufsuchende Beratung eine zentrale Rolle: „Wir machen Schulungen und Fortbildungen für Pflegeberater, die vor Ort zu den Menschen gehen und schauen, welche Unterstützung sie benötigen.“ Zu den Beraterinnen und Beratern zählen sowohl professionelle Kräfte, z. B. der Sozialdienste der Kliniken, der städtischen Seniorenbüros oder der ambulanten Pflegedienste, als auch ehrenamtlich tätige Personen.

Für Betroffene und ihre Familien wurden viele Zugänge zu diesem Unterstützungsnetzwerk geschaffen, berichtet Uwe Johansson: „Das sind zum einen Kliniken wie unsere, die Menschen nach ihrer Entlassung weiter versorgen, das sind aber auch die städtischen Seniorenbüros und karitative Einrichtungen, die Menschen, die zu Hause leben, bei Bedarf in dieses Netzwerk integrieren können.“

Entscheidend für das Gelingen der Netzwerkarbeit seien der Auf- und Ausbau von Qualifizierungs- und Fortbildungsmöglichkeiten, eine Vernetzung der Angebote sowie gegenseitiger Austausch. „Wenn erforderlich, machen wir Fallkonferenzen“, berichtet Uwe Johansson. „Dabei unterstützen sich auch die Krankenhäuser gegenseitig. Wir überlegen dann gemeinsam, ob zum Beispiel in einem konkreten Fall eine Geriatrie hilfreicher ist oder eine psychiatrische Klinik.“

Als nächstes will das Netzwerk Hausärzte stärker einbeziehen: „Sie sind oft die ersten Ansprechpartner, wissen aber häufig noch nicht, wie die Menschen in das Unterstützungsnetzwerk aufgenommen werden können.“

Träger
Landschaftsverband Westfalen-Lippe – Klinik Dortmund, Abteilung Gerontopsychiatrie, Marsbruchstraße 179, 44287 Dortmund

Kontakt
Dr. Uwe Johansson, Telefon: 0231 – 4503-2513, E-Mail: uwe.johansson@lwl.org

Netzwerkpartner

Projektstart 2004

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