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Praxisbeispiel
Gute Beratung durch gute Kontakte

Wer in Offenbach auf der Suche ist nach einer umfassenden Beratung rund um das Thema Demenz, hat Glück. Denn dank des gut funktionierenden Demenz-Netzwerks Offenbach sind die Wege zu den Antworten unterschiedlichster Fragen kurz und persönlich. Der lokale Zusammenschluss von Organisationen, Einrichtungen, kommunalen Verwaltungseinheiten und engagierten Bürgern hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Zugang zu Hilfen zu erleichtern. „Egal, wo eine Familie jetzt hingeht, sie bekommt immer eine gute Vermittlung zu einem persönlichen Kontakt“, erklärt Netzwerk-Sprecherin Tanja Dubas. Die Stärke dieses Netzwerks besteht weniger daraus, tolle Aktionen auf die Beine zu stellen, sondern setzt auf ganz konkrete Hilfe. „Sich untereinander zu kennen und deshalb zu empfehlen, das ist der Kern unserer Arbeit“, sagt Tanja Dubas.

Seit es in Offenbach das Demenz-Netzwerk gibt, hat sich viel Positives für die Angehörigen in der Stadt getan. Sie müssen nicht mehr die unterschiedlichen Anlaufstellen kontaktieren, bis sie alle Informationen zusammen haben, die Sie für die richtige Betreuung oder Beratung Ihrer von Demenz betroffenen Familienmitglieder benötigen. Das ist eine alltagstaugliche Entlastung für Menschen in ohnehin schon schwierigen Situationen.

Lange wusste in Offenbach niemand so ganz genau, wer sich eigentlich worum kümmert im Bereich Beratung, Betreuung und Pflege von Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit Demenz. Aus dieser Lage heraus hat sich das Netzwerk gebildet. Vorerst ging es um die Fragen: Was gibt es vor Ort? Was fehlt und was ließe sich optimieren? „Wir haben uns in dieser Phase noch mal mehr mit uns selbst beschäftigt, haben uns gefragt, was ist unsere Kernaufgabe, unsere Botschaft, unser Selbstverständnis“, erinnert sich Tanja Dubas. Als die Fördergelder schließlich zur Verfügung standen, wurde ein Flyer erstellt, der die Angebote vor Ort für Interessenten transparent macht. Außerdem wurden und werden unter anderem mithilfe des Freiwilligenzentrums, ebenfalls Mitglied des Netzwerks, ehrenamtliche Helfer für Betreuungsunterstützungen rekrutiert, qualifiziert und vermittelt.  

Mit den Jahren hat sich gezeigt, dass die Netzwerkarbeit nicht nur persönliche Empfehlungen möglich macht, sondern auch Kooperationen entstehen lässt. Wenn beispielsweise bei einem Netzwerkpartner eine Gesprächsgruppe für Angehörige stattfindet, kann zeitgleich bei einem anderen die Betreuung des Familienmitglieds mit Demenz übernommen werden. Wenn Menschen sich für die Demenz-Wohngemeinschaft im StattHaus interessieren, jedoch kein Platz zur Verfügung steht, können sie guten Gewissens an eine bekannte Kontaktperson des vernetzten SeniorenZentrums oder einen ambulanten Pflegedienst weitergeleitet werden.

„Das Erfolgsgeheimnis der Netzwerkarbeit in Offenbach besteht in der engen Zusammenarbeit mit der Kommune, dem persönlichen Kontakt der Mitglieder untereinander und dem Fokus auf die Kernkompetenzen der einzelnen Netzwerkpartner“, fasst Dubas die Erkenntnisse der letzten Jahre zusammen. „Wir sind so eine Art Powertruppe in der Stadt, was das Thema Demenz angeht.“

Initiator
Hans und Ilse Breuer Stiftung/ Demenzzentrum StattHaus Offenbach

Kontakt
Tanja Dubas, Telefon: 069 - 20305546, E-Mail: t.dubas@breuerstiftung.de

Netzwerkpartner

Projektstart 2012/ 2013

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