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Praxisbeispiel | Demenzfreundliche Kommune
Netzwerk Bad Dürkheim

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Im Landkreis Bad Dürkheim lag die Netzwerkarbeit lange brach. Unterschiedliche Bedürfnisse von Stadt und Land waren schwer unter einen Hut zu bringen und Konkurrenz zwischen einigen Kooperationspartnern hat das Miteinander belastet, bis das Mehrgenerationenhaus der Protestantischen Kirchengemeinde Bad Dürkheim 2016 die Initiative ergriffen hat. So konnte, dank der Fördermittel der Lokalen Allianzen, die Netzwerkarbeit neu belebt werden. Dabei waren zwei Faktoren entscheidend, erklärt Ansprechpartnerin Jutta Schlotthauer. „Erstens haben wir den Radius eingeschränkt auf Bad Dürkheim und Wachenheim.“ Zweitens wurde das Mehrgenerationenhaus von allen Mitwirkenden als Netzwerkträger akzeptiert, weil hier keine wirtschaftlichen Interessen im Vordergrund stehen.

Die Türen des Mehrgenerationenhauses stehen weit offen für Menschen, die den friedlichen Umgang miteinander suchen, unabhängig von Konfession, Herkunft und Alter. Das perfekte Zuhause für eine starke Gemeinschaft. Und so startete die Zusammenarbeit schon bald mit einer Aktionswoche. An Infoständen in der Stadt konnte man die Netzwerkpartner kennen lernen. Eine verwirrt wirkende Frau im Bademantel hat im Rollenspiel Passanten angesprochen und sie auf das Thema Demenz aufmerksam gemacht. Bei einem Demenztag im Mehrgenerationenhaus präsentierten sich alle Kooperationspartner der Öffentlichkeit. „Dass wir wirklich alle zusammen an einem Tisch saßen und eine Veranstaltung miteinander gestemmt haben, das empfand ich schon als Erfolg. Das war eigentlich das Positivste an diesem Tag“, erinnert sich Frau Schlotthauer. Damit waren die Weichen für die Zukunft gestellt.

Während des Förderzeitraums lag der Fokus auf Menschen, die im täglichen Leben Umgang mit dementiell veränderten Mitbürgerinnen und Mitbürgern haben. Städtische Angestellte, Bankangestellte und Polizei wurden geschult, Ehrenamtliche und Profis konnten Workshops in Krankenhäusern und Pflegeheimen besuchen. Erst im nächsten Schritt gab es auch Angebote für Angehörige und Betroffene. Und für die Zukunft gibt es diverse Pläne: ein neuer Flyer muss her, eine Filmreihe ist in Planung und die Öffentlichkeitsarbeit soll auf viele Schultern verteilt werden.

Heute blicken die Bad Dürkheimer stolz auf zwei Netzwerke: das in etwas anderer Form wiederbelebte Netzwerk auf Kreisebene und das neue Netzwerk der Städte Bad Dürkheim und Wachenheim. Frau Schlotthauer weiß: „Das neue Demenznetzwerk ist ganz klar eine Auswirkung des Bundesmodellprogramms Lokale Allianzen.“

Träger
Protestantische Kirchengemeinde Bad Dürkheim
Dresdener Straße 2
67098 Bad Dürkheim

Kontakt
Jutta Schlotthauer
Telefon: 06322 - 941 79 35
E-Mail: jutta.schlotthauer@bad-duerkheim.de

Förderzeitraum Lokale Allianzen
2016-2018

Netzwerk

  • Stadtverwaltung Bad Dürkheim
  • Kreisverwaltung/Landkreis Bad Dürkheim
  • Pflegestützpunkt Bad Dürkheim
  • Christliche Sozialstation Bad Dürkheim
  • Ev. Krankenhaus Bad Dürkheim
  • Validationszentrum Wachenheim
  • Seniorenbüro Bad Dürkheim
  • Seniorenheime/Pflegeheime
  • Niedergelassene Arztpraxen
  • Sanitätshäuser
  • Weitere stationäre und teilstationäre Einrichtungen
  • Netzwerk Demenz Bad Dürkheim
Ein Tisch, auf dem viele Informationsmaterialien der Alzheimergesellschaft liegen. Im Hintergrund steht ein Roll Up der Alzheimergesellschaft.Eine draußen stehende bunte Sitzbank. Daneben ist ein größerer Steinblock. Im Hintergrund sind Personen, Stehtische und ein Roll Up vom Mehrgenerationenhaus.Personen, die in Stuhlreihen sitzen. Vorne steht eine Frau und hält ein Grußwort.Eine Gruppe von Menschen sitzt in einer U-Form. In der Mitte steht eine Frau neben einem Beamer.itglieder der Lokalen Allianz bad Dürkheim in der Innenstadt. Eine Person ist als ältere Frau verkleidetokalen Allianzen in der Innenstadt. Eine Person ist als ältere Frau verkleidetZwei Frauen stehen draußen an einem Stehtisch.
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