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Praxisbeispiel | Demenzfreundliche Kommune
ProSenioren Rosenheim – Arbeitskreis Netzwerk Demenz

Gemeinsam für mehr Lebensqualität für Ältere

Ältere Menschen und Menschen mit Pflegebedarf sollen in Rosenheim zufrieden und gesund leben können, Jung und Alt sich gegenseitig unterstützen, Organisationen und Einrichtungen der Altenhilfe sich vernetzen: Das sind drei der Ziele, die der Verein ProSenioren Rosenheim bei seiner Gründung 2007 beschloss. Mittlerweile gehören dem Verein fast 50 regionale Organisationen, Institutionen und Unternehmen an: darunter Sozialverbände, Kliniken, Pflegeeinrichtungen und die Stadt Rosenheim.

Um Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen zu unterstützen, gründete ProSenioren 2008 den Arbeitskreis Netzwerk Demenz. Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich alle drei Monate. Sie diskutieren, wie sich die Versorgung von Menschen mit Demenz in Rosenheim verbessern ließe. Sie entwickeln Projekte, um Angehörige zu unterstützen. Außerdem organisieren sie Aktionen und Veranstaltungen, die Bürgerinnen und Bürger in Rosenheim über das Thema Demenz informieren – beispielsweise Vorträge oder Telefonberatungen durch Fachärztinnen und -ärzte. Das Netzwerk Demenz beteiligt sich regelmäßig an der Seniorenmesse Rosenheim sowie an Veranstaltungen zum Welt-Alzheimertag.

Von 2014 bis 2016 bekam der Arbeitskreis Netzwerk Demenz Fördergelder vom Bundesfamilienministerium im Rahmen des Bundesmodellprogramms „ Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“. Inge Ilgenfritz war damals Vorsitzende von ProSenioren Rosenheim. Gemeinsam mit den Arbeitskreis-Mitgliedern sammelte sie Ideen für eine demenzfreundliche Kommune Rosenheim. Daraus entwickelte sie ein Projekt mit dem Titel „Rosenheimer Weg gegen Vergesslichkeit“.

Der Arbeitskreis organisierte unter anderem Schulungen für Berufsschülerinnen und -schüler zum Umgang mit Menschen mit Demenz. Heute führt die Caritas diese Schulungen im Auftrag von ProSenioren Rosenheim einmal im Jahr durch. Das Netzwerk Demenz veröffentlichte außerdem einen Demenz-Wegweiser für Rosenheim: Die Broschüre informiert über Einrichtungen vor Ort, die Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen unterstützen.

Die Kulturführungen „Der besondere Museumsbesuch“ und „Die besondere Stadtführung“ entstanden im unmittelbaren Anschluss an die Förderzeit, im Herbst 2016 bzw. Frühjahr 2017. Beide Veranstaltungen sollen Erinnerungen bei den Teilnehmenden wachrufen und sie ermutigen, eigene Geschichten zu erzählen.

Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie Henning Peters ist Vorsitzender des Arbeitskreises Netzwerk Demenz. Er wünscht sich vor allem, dass die Arbeit des Netzwerks die medizinische Versorgung von Menschen mit Demenz vor Ort verbessert. Dafür sei es wichtig, dass die Einrichtungen der stationären und der ambulanten Versorgung enger zusammenarbeiten, so Peters.

2022 unterstützt das Netzwerk Demenz ein Forschungsprojekt der Technischen Hochschule Rosenheim: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler entwickeln einen sogenannten Versorgungspfad Demenz. Das Projekt ist Teil der Nationalen Demenzstrategie der Bundesregierung. Der „Versorgungspfad Demenz“ soll Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen dabei helfen, in jeder Krankheits- und Lebenssituation schnell und einfach die bestmögliche Unterstützung zu bekommen.

Träger
ProSenioren Rosenheim e.V. 
Reichenbachstr. 8
83022 Rosenheim

Kontakt
Koordinierungs- und Beratungsstelle
Brigitte Eberl
Telefon: 08031 / 3651636
E-Mail: verein@pro-senioren-rosenheim.de

Förderzeitraum Lokale Allianzen
2014-2016

Netzwerk
Etwa 50 Mitglieder und Fördermitglieder aus Verbänden, Unternehmen, Einrichtungen der Altenhilfe sowie haupt- und ehrenamtlich tätige Privatpersonen.

Alle Mitglieder und Fördermitglieder

Eine Gruppe von Seniorinnen und Senioren betrachtet in der Städtischen Galerie Rosenheim einen lindgrünen Oldtimer
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