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Digitale Denkanstöße – In angemessener Weise über Demenz sprechen

Ergebnisdokumentation

 
Neues Format

Ziel der Reihe „Digitale Denkanstöße“ ist es, die gemeinsame Arbeit im Netzwerk durch neue Impulse zu bereichern und Perspektiven zum Weiterdenken zu schaffen. Das Format startete im Dezember 2020 mit zwei Online-Veranstaltungen. Teilnehmende waren jeweils rund 50 aktive Netzwerkerinnen und Netzwerker, Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien und Landesfachstellen Demenz sowie weitere Interessierte. 

 

In angemessener Weise über Demenz sprechen

Das Thema der Veranstaltung am 08. Dezember 2020 lautete: „In angemessener Weise über Demenz sprechen“. Als Referentin für den Impulsvortrag konnte Sabine Jansen von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. gewonnen werden. Im Anschluss wurde über das Thema im Chat und mit Wortbeiträgen diskutiert.

 
Einstieg

„Sprache schafft Wirklichkeit und die Grenzen der Sprache sind die Grenzen der Wirklichkeit“ – In Anlehnung an Ludwig Wittgenstein 

Zum Einstieg wurden die Teilnehmenden gefragt, welche Worte ihnen im privaten und beruflichen Umfeld begegnen, wenn über
Demenz gesprochen wird:
Zentrale Ergebnisse der Umfrage | PDF

 
Impulsvortrag

Im August 2020 haben die Deutschsprachigen Alzheimer- und Demenz-Organisationen (DADO) den Sprachleitfaden „Demenz“ herausgebracht. Sabine Jansen machte in ihrem Impulsvortrag den Sprachleitfaden zum Ausgangspunkt ihrer Ausführungen.
Sie ging dabei auf folgende zentrale Fragen ein:

  • Wieso ist ein Austausch darüber, wie über Demenz gesprochen wird, überhaupt sinnvoll?
  • Was bedeutet „angemessene Sprache“ und wie kann eine solche gelingen?

Sabine Jansen, Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. Selbsthilfe Demenz (DAlzG)
Präsentation | PDF

 
Zentrale Ergebnisse aus der Diskussion im Chat 

- Der Begriff „Demenz“ weist auf eine Erkrankung hin. In bestimmten Kontexten sollte diese Bezeichnung auch verwendet werden:
  Mit einer Erkrankung sind ein Recht auf medizinische Versorgung und auch andere Möglichkeiten der Unterstützung verbunden.

- Stigmatisierungen werden häufig in Alltagskontexten gefördert, in denen es nicht vordergründig um einen sensiblen Umgang mit Sprache geht.
  Angebote, die auf Teilhabe von Menschen mit Demenz zielen, können Stigmatisierungen entgegenwirken.
  Unabdingbar ist, dass Menschen mit Demenz, Ehrenamtliche, Professionelle und die Zivilgesellschaft hier auf Augenhöhe zusammenwirken.

- Um eine Sensibilität für Sprache und ihre Wirkungen zu fördern, sollte offengelegt werden, warum gerade welcher Begriff
  ("Mensch mit Demenz", "Demenzerkrankung" etc.) verwendet wird. 

 

Abschluss

Abschließend wurden die Teilnehmenden gefragt, welchen zentralen Denkanstoß ihnen die Veranstaltung gegeben hat:
Zentrale Denkanstöße | PDF

 

Links 

Informationen zum Sprachleitfaden „In angemessener Weise über Demenz sprechen“:
Internetseite der DAlzG

Download Sprachleitfaden „In angemessener Weise über Demenz sprechen“:
Sprachleitfaden „Demenz“ | PDF

Die Initiative „Demenz Partner“ der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. möchte das Bild und die Wahrnehmung von Menschen mit Demenz gesamtgesellschaftlich im (inter-) nationalen Kontext verändern.
Nähere Informationen und Materialien finden Sie auf der Internetseite Demenz Partner.
Internetseite Demenz Partner

Digitaler Denkanstoß „Teilhabe für Menschen mit Demenz: Möglichkeiten, Wege und Beispiele“ am 10. Dezember 2020:
Dokumentation der Veranstaltung

 

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