Hamburg
Länderprofil
Die Fachstelle Leben mit Demenz in Hamburg ist angesiedelt bei der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung (HAG e.V.). Sie wird von der Sozialbehörde der Freien und Hansestadt Hamburg und den Pflegekassen finanziert. Ihre Aufgabe ist es, die Akteur:innen der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg in ihrem Wirken zu stärken.
Die Steuerung der Landesinitiative als Ganzes erfolgt über die Zusammenarbeit von Sozialbehörde und Fachstelle. Ergänzend berät ein Beirat, bestehend aus Vertreter/innen der Alzheimer Gesellschaft Hamburg und der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege Hamburg, dieses Gremium.
In der Landesinitiative engagieren sich zahlreiche Hamburger Institutionen und Personen aus dem Arbeitsfeld Demenz. Sie bringen sich mit ihrer Expertise ein im für jeweils zwei Jahre festgelegten Schwerpunktthema und bringen dies zusammen mit der Fachstelle voran.
Die bezirklichen Demenznetzwerke organisieren zusammen mit der Fachstelle die jährlichen Aktionstage rund um den Welt-Alzheimertag.
Weitere thematisch arbeitende Netzwerke erweitern das Tätigkeitsfeld der Arbeit.
Die Sprecher:innen der demenz- und pflegebezogenen Netzwerke treffen sich zweimal jährlich gemeinsam mit Vertreter:innen bezirklicher Strukturen (KGFM, bezirklicher Senior:innen-Arbeit, Pflegestützpunkte). Das Treffen dient dem fachlichen Austausch und soll darüber hinaus übergreifende inhaltliche oder strategische Themen identifizieren.
Die Fachstelle gibt einen Newsletter heraus, stellt ihre Arbeit auf einer Website dar und organisiert Fachveranstaltungen.
Kontakt
Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg / Hamburgische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V.
Hammerbrookstraße 73
20097 Hamburg
Webseite: www.hag-gesundheit.de
Funktionspostfach: fachstelle-lmd@hag-gesundheit.de
Doris Kreinhöfer (Referentin der Fachstelle)
Telefon: 040 288 03 64 26
E-Mail: doris.kreinhoefer@hag-gesundheit.de
Carina Benthin
Telefon: 040 288 03 64 14
E-Mail: fachstelle-lmd@hag-gesundheit.de
Angebote und Aufgaben der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg
- Unterstützung der Vernetzung von Themen, Akteur:innen und Projekten in Hamburg
- Initiierung und Begleitung von Fachkreisen
- Beratung von bezirklichen und thematischen Netzwerken im Thema Demenz
- Entwicklung und Bereitstellung von Formaten zu Austausch und Wissenstransfer
- Beratung und Förderung von Projekten
- Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung, insbesondere: Koordination der Aktionstage Demenz, Herausgabe des LMD-Newsletters, Pflege der LMD-Homepage
- Identifikation von Problemlagen und Politikberatung
- Aufgreifen und Anstoßen neuer Themen
- Qualifizierung von Netzwerken
- Vernetzung und Kooperation mit der Bundesebene
- Beförderung der Entwicklung bedarfsgerechter Angebote
- Beratung, Fortbildungen und Fachtage
- Herstellung von Transparenz über Hamburger Angebote
Die Broschüre "Leben mit Demenz in Hamburg" bietet einen Überblick für Menschen mit Demenz und deren Angehörige.
Förderung von regionalen Netzwerken nach § 45e SGB XI in Hamburg
Änderungen ab dem 1. Januar 2026
Mit dem am 1. Januar 2026 in Kraft getretene Befugniserweiterungs- und Entbürokratisierungsgesetz in der Pflege (BEEP) stärkt der Gesetzgeber die Möglichkeiten zur Netzwerkförderung. Die bisher in § 45c Abs. 9 SGB XI verortete Förderung der Zusammenarbeit in regionalen Netzwerken wird in den neuen § 45e SGB XI überführt. Die Förderung der strukturierten regionalen Zusammenarbeit erfolgt, indem sich die Pflegekassen einzeln oder gemeinsam im Wege einer Anteilsfinanzierung an den netzwerkbedingten Kosten beteiligen. Gefördert werden können je Kreis oder kreisfreier Stadt mit unter 500 000 Einwohnern bis zu zwei regionalen Netzwerken, je Kreis oder kreisfreier Stadt ab 500 000 Einwohnern bis zu vier regionalen Netzwerken, in den Stadtstaaten, die nur aus einer kreisfreien Stadt bestehen, pro Bezirk bis zu zwei regionalen Netzwerken. Der maximale Förderbetrag pro Netzwerk wird von 25.000 Euro auf 30.000 Euro pro Kalenderjahr erhöht. Die Fördermittel werden dem jeweiligen regionalen Netzwerk für mindestens ein Kalenderjahr und längstens für drei Kalenderjahre bewilligt; bei neu gegründeten Netzwerken soll die Förderung für drei Kalenderjahre bewilligt werden. Bei erneuter Antragstellung kann eine Förderung erneut bewilligt werden.
Inhalt der Förderung
Netzwerkbedingte Personal- und Sachkosten und Kosten für die Öffentlichkeitsarbeit. Grundlage für die Förderung ist das Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (PflegeBefEG).
Antragstellung
Die Förderung von regionalen Netzwerken nach § 45e SGB XI wird von den jeweiligen Pflegekassen auf Landesebene geregelt. Weiterführende Informationen, die Antragsformulare und Kontakte der zuständigen Ansprechpersonen gibt es bei den Landesverbänden der Pflegekassen.
Projektförderung der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg
Was kann über die LMD-Projektförderung gefördert werden?
Die Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg bei der Hamburgischen Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e.V. (HAG) kann kleinere Projekte und Veranstaltungen aus dem Themenfeld Leben mit Demenz in Hamburg in Höhe bis zu 1.500 Euro je Kalenderjahr fördern. Insgesamt stellt die Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz (BGV) dafür pro Kalenderjahr 10.000 Euro zur Verfügung.
Wer kann eine Projektförderung erhalten?
Gefördert werden Arbeitsgruppen der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg sowie lokale Hamburger Demenznetzwerke, die sich in der Landesinitiative Leben mit Demenz in Hamburg engagieren. Wirtschaftsunternehmen, einzelne Träger und Einzelpersonen können nicht gefördert werden. Wer eine Förderung erhält, kann nicht zugleich über die Förderrichtlinie „Kleinräumige Netzwerke – Leben mit Demenz“ gefördert werden.
Welche Projekte/Maßnahmen werden gefördert?
- öffentlichkeitswirksame Maßnahmen, Veranstaltungen, Schulungen von Akteuren (z.B. zur Verbesserung der Teilhabe-Chancen)
- Fachveranstaltungen (z.B. Honorare für Referent*innen, Catering, Flyer, Raummiete etc.)
- Projekte (z.B. Honorarmittel für Recherche, Layout und Druck für Informations-Materialien etc.)
Weitere Informationen zur Antragstellung sowie die Antragsunterlagen erhält man unter: www.hag-gesundheit.de
